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Neue Regelungen für Reiserückkehrer – 3 Neuinfektionen

Aug 7, 2020 | Brohltal, Corona, Newsarchive Brohltal 2020

Bild: Pixabay

Brohltal / AW-Kreis. Mit dem Ferienende steigt das Risiko, dass das Coronavirus aus dem Ausland mit nach Deutschland gebracht wird. Schon jetzt gilt: Wer in den zwei Wochen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet war, muss sich in Quarantäne begeben. Die Quarantänepflicht entfällt, wenn ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt wird und bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen. Das Zeugnis darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt ab Samstag zusätzlich eine Testpflicht. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Grundlage des Infektionsschutzgesetztes angeordnet. Wer dann aus einem Risikogebiet einreist, muss ein aktuelles negatives Testergebnis mitbringen, welches nicht älter als 48 Stunden ist, oder sich nach der Rückkehr innerhalb von 72 Stunden testen lassen. Die Tests sind für die Reisenden kostenlos und können zum Beispiel direkt am Flughafen durchgeführt werden.

Außerdem haben alle Urlaubsrückkehrende aus dem Ausland seit dem 1. August 2020 einen Anspruch auf kostenlose Corona-Tests. Sie können sich nach Einreise an eine niedergelassene Arztpraxis oder an die vom Land Rheinland-Pfalz eingerichteten bzw. von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren wenden – unabhängig davon, aus welchem Land sie einreisen oder ob sie Krankheitssymptome haben. Die Kosten werden vollständig übernommen, wenn der Test innerhalb von 72 Stunden nach Einreise erfolgt. Auch die Kosten für einen Wiederholungstest pro Person werden übernommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://corona.rlp.de.

Weiterhin ist für Urlauber und Reiserückkehrer, die aus Corona-Risikogebieten kommen, Folgendes zu beachten: Sie müssen unverzüglich nach der Einreise die für sie zuständige Gesundheitsbehörde kontaktieren. Für Einreisende in den Kreis Ahrweiler ist das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung zuständig (corona@kreis-ahrweiler.de).

Welche Gegenden und Länder als Risikogebiete ausgewiesen sind und was die Grundlage dieser Entscheidungen sind, finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass diese Liste von den zuständigen Stellen fortlaufend geprüft wird. Kurzfristige Änderungen, insbesondere eine Erweiterung der Liste, sind möglich. Entsprechend sollten sowohl bei Reiseantritt als auch vor der Rückkehr die entsprechenden Veröffentlichungen der zuständigen Behörden bzw. des Robert Koch-Instituts beachtet werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler steht bei weiteren Rückfragen und für Informationen rund um das Coronavirus über die Telefon-Hotline (02641/975-670) zur Verfügung (Montag bis Donnerstag 8.30 bis 15.30 Uhr, Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 15 Uhr).

Drei Neuinfektionen im Kreis Ein Reiserückkehrer und ein Mitarbeiter einer Reha-Einrichtung betroffen

Am Freitag gibt es drei Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Damit steigt die Anzahl der mit dem Virus infizierten Personen auf 235. Davon gelten 221 Personen als genesen. Hinzu kommt bedauerlicherweise bisher ein Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, sodass insgesamt bislang 236 Infektionen gemeldet wurden. 119 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Der Verlauf der Infektionen stellt sich in den einzelnen Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis wie folgt dar:

Verbandsgemeinde Adenau: 28 Infektionen, davon 28 genesen
Verbandsgemeinde Altenahr: 19 Infektionen, davon 18 genesen
Verbandsgemeinde Bad Breisig: 24 Infektionen, davon 23 genesen
Verbandsgemeinde Brohltal: 14 Infektionen, davon 13 genesen
Gemeinde Grafschaft: 27 Infektionen, davon 25 genesen
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: 67 Infektionen, davon 60 genesen
Stadt Remagen: 23 Infektionen, davon 23 genesen
Stadt Sinzig: 34 Infektionen, davon 31 genesen, 1 Person verstorben

Bei einer Neuinfektion handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Der Betroffene und seine engeren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Eine infizierte Person ist Mitarbeiter im Versorgungsbereich einer Reha-Einrichtung in der Kreisstadt. Die Einrichtung wurde unmittelbar seitens des Gesundheitsamts hierüber unterrichtet. Kontaktpersonen im beruflichen und privaten Umfeld sind ermittelt und werden durch das Gesundheitsamt vorsorglich getestet. Direkte Kontakte zu Patientinnen und Patienten beziehungsweise Besucherinnen und Besucher der Einrichtung konnten ausgeschlossen werden. Der betroffene Mitarbeiter sowie seine engeren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Infektionsschutz muss seitens des Betreibers strikt eingehalten werden. Alle weiteren Schritte und Maßnahmen sind abhängig von den noch ausstehenden weiteren Testergebnissen.

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