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AW-Kreis erreicht Alarmstufe rot, 12 Infizierte im Brohltal

Okt 25, 2020 | Brohltal, Corona, Newsarchive Brohltal 2020

Bild: Quelle Landesregierung Rheinland-Pfalz

Brohltal / AW-Kreis. Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet im Kreis Ahrweiler weiter voran. Am Samstag wurde die Alarmstufe rot gemeldet, der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen wurde erstmals überschritten. Der Inzidenzwert lag bei 53, am Sonntag waren es 60.

Am Samstag hat zum ersten Mal die regionale Corona Task-Force getagt. Die Teilnehmerrunde wurde einberufen durch den Präsidenten des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz, Herrn Detlef Placzek. Weitere Teilnehmer waren Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, des Innen- und Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der kommunalen Spitzenverbände und der Polizei sowie seitens des Kreises Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Dr. Stefan Voss als Leiter des Kreisgesundheitsamts, Elfriede Laux, Leiterin der Kreisordnungsbehörde und weitere Führungskräfte der Kreisverwaltung.

In dieser Runde wurden einstimmig einschränkende Maßnahmen beschlossen, die ab Montag, 26.10.2020, gelten. Landrat Dr. Pföhler und Dr. Voss zeigen sich ernsthaft besorgt über die steigende Zahl der Neuinfektionen im Kreis. Beide warnen: „Wenn die Maßnahmen nicht jetzt verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter steigen.“

Eindämmung der Corona-Lage im Kreis: Allgemeinverfügung regelt Beschränkungen ab 26. Oktober

Der regionalen Corona Task-Force unter der Leitung des Präsidenten des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz, Detlef Placzek gehören Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, des Innen- und Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, des rheinland-pfälzischen Landkreistags und der Polizei an sowie seitens des Kreises Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Dr. Stefan Voss als Leiter des Kreisgesundheitsamts, Elfriede Laux, Leiterin der Kreisordnungsbehörde und weitere Führungskräfte der Kreisverwaltung.

In Abweichung zur derzeit gültigen 11. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (11. CoBeLVO) hat die regionale Corona Task-Force unter anderem folgende Maßnahmen beschlossen:

1. Maskenpflicht an Schulen

Gemäß der ab Montag geltenden Allgemeinverfügung gilt an allen Schulen im Kreis eine Maskenpflicht für die Schülerinnen und Schüler auch am Sitzplatz im Unterrichtsraum. Ausgenommen sind Grundschulen, die Primarstufe an Förderschulen sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung oder dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung.

2. Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Auf allen stark frequentierten, durch Hinweisschilder besonders ausgewiesenen, innerörtlichen Straßen und Plätzen gilt eine Maskenpflicht.

3. Begrenzung von Zusammenkünften im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum ist die Zusammenkunft von bis zu fünf Personen oder Angehörigen zweier Hausstände zulässig.

4. Weitere Reduzierung von Veranstaltungsgrößen

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind abweichend zur 11. CoBeLVO mit bis zu 50 gleichzeitig anwesenden Personen unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zulässig, Veranstaltungen im Freien mit bis zu 100 gleichzeitig anwesenden Personen. Es wird dringend empfohlen, private Zusammenkünfte und Feiern in privaten Räumlichkeiten oder Flächen auf zehn Personen aus höchstens zwei Hausständen zu begrenzen.

Darüber hinaus gelten weitere kontaktreduzierende Maßnahmen, die der „Allgemeinverfügung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen aufgrund des erhöhten Aufkommens von SARS-CoV-2-Infektionen im Kreis Ahrweiler“ auf der Website der Kreisverwaltung Ahrweiler unter www.kreis-ahrweiler.de zu entnehmen sind. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 08.11.2020. Danach wird auf der Grundlage des Corona Warn- und Aktionsplans RLP das Infektionsgeschehen im Kreis neu bewertet und die weitere Vorgehensweise im Einvernehmen mit dem Land abgestimmt.

Landrat Dr. Pföhler und Dr. Voss zeigen sich ernsthaft besorgt über die steigende Zahl der Neuinfektionen im Kreis. Insbesondere die Tatsache, dass es sich dabei nicht um eine Ausbreitung des Infektionsgeschehens im Rahmen sogenannter „regionaler Hotspots“ sondern in der gesamten Fläche des Kreises handelt, macht eine Verschärfung der Maßnahmen unumgänglich. Beide appellieren an die Bevölkerung im Kreis, die jetzt geltenden Regeln unbedingt zu beachten. „Die Infektionszahlen sind alarmierend. Es kommt jetzt auf das Verhalten jeder Einzelnen und jedes Einzelnen an. Alle sind aufgefordert, sich umsichtig und vorsichtig zu verhalten, Rücksicht zu nehmen und die Regeln zu beachten. Nur so können wir die weitere Ausbreitung des Virus verhindern.“

Ausbreitung von Corona im Brohltal

Auch im Brohltal ist die Zahl der Infizierten gestiegen. Es gibt 35 Infektionen, davon sind 23 Personen genesen. 7 Neuinfektionen gab es in den letzten sieben Tagen.

Die Gesamtzahl der Infizierten im Kreis Ahrweiler beträgt 501. Davon gelten 384 als genesen. Vier Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 478 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie stellt sich in den einzelnen Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis wie folgt dar:
Verbandsgemeinde Adenau: 63 Infektionen, davon 34 genesen
Verbandsgemeinde Altenahr: 51 Infektionen, davon 45 genesen, 1 Person verstorben
Verbandsgemeinde Bad Breisig: 36 Infektionen, davon 30 genesen
Verbandsgemeinde Brohltal: 35 Infektionen, davon 23 genesen
Gemeinde Grafschaft: 64 Infektionen, davon 54 genesen
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: 131 Infektionen, davon 107 genesen, 2 Personen verstorben
Stadt Remagen: 59 Infektionen, davon 45 genesen
Stadt Sinzig: 62 Infektionen, davon 46 genesen, 1 Person verstorben

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