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Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz

Innovatives Messverfahren vom RheinAhrCampus Remagen ausgezeichnet

Jul 20, 2022 | Kreis Ahrweiler Aktuell

Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2022: Staatssekretärin Petra Dick-Walther (rechts) zeichnete unter anderem ein Team des RheinAhrCampus um Dr. Peter Kohns (links) und Professor Dr. Georg Ankerhold (Mitte) für ein neuartiges Messverfahren aus. Foto: Nicole Bouillon Fotografie
Remagen. Professor Dr. Georg Ankerhold und sein Team vom RheinAhrCampus Remagen sind beim Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2022 gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet worden. Für die Entwicklung eines berührungslosen laseroptischen Messverfahrens zur Schädigungsbewertung feuerfester Keramiken bei hohen Temperaturen erzielten Ankerhold und sein Projektteam sowohl den zweiten Platz beim landesweiten Wettbewerb 2022, als auch den zweiten Platz des Wettbewerbs der Region Koblenz.

Feuerfeste Keramiken sind die Basis vieler industrieller Prozesse, die hohe Temperaturen erfordern, wie beispielsweise bei der Eisen-, Stahl- und Glaserzeugung. Über das neuartige laseroptische Messverfahren lassen sich anwendungsnahe Hochtemperaturwechsel erzeugen, wodurch individuelle Industrieprozesse und deren Einfluss auf Materialschädigungen, Lebensdauer und Temperaturwechselbeständigkeit des feuerfesten Werkstoffs abgebildet werden können. So lässt sich die Lebensdauer der Feuerungsanlagen besser abschätzen und es können neuartige feuerfeste Erzeugnisse entwickelt werden, die robuster gegenüber Temperaturschwankungen sind und eine längere Lebensdauer haben. Landrätin Cornelia Weigand zeigt sich beeindruckt von diesem innovativen Verfahren, das von einer unabhängigen Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung bewertet und zweifach ausgezeichnet wurde. Neben Ankerhold waren Sarah Esch, Professor Dr. Peter Kohns, Dr. Christian Dannert und Dr. Erwan Brochen vom Fachbereich Mathematik und Technik des RheinAhrCampus an der Entwicklung beteiligt.

Die Kreiswirtschaftsförderung ist Partner des Ideenwettbewerbs Rheinland-Pfalz. Dieser zielt darauf ab, innovative Geschäftsideen und Neugründungen frühzeitig aufzuspüren und gezielt zu unterstützen. Teilnehmen können sowohl Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, aber auch Mitarbeitende und Erfinderinnen und Erfinder, die innovative Produkte, neuartige Dienstleistungen oder Verfahren, die in dieser Art noch nicht vorhanden sind, entwickelt haben.

Staatssekretärin Petra Dick-Walther vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz zeichnete bei der Präsenzveranstaltung in der Gießhalle der Sayner Hütte in Bendorf insgesamt 14 Projektideen aus. Neben dem landesweiten Wettbewerb wurden auch vier Regionalpreise sowie mehrere Sonderpreis verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger erwartet über die gewonnenen Geldpreise hinaus professionelle Coaching- und Beratungsangebote für eine mögliche Existenzgründung.

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