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IG Metall und ZF-Belegschaft kämpfen weiter für den Erhalt des Werkes Niederzissen

März 10, 2026 | Niederzissen Aktuell, Top-Meldung Brohltal, Top-Meldungen, Wirtschaft

Niederzissen / Ahrweiler. Die Beschäftigten des ZF-Werkes Ahrweiler sowie die IG Metall Neuwied kämpfen weiter für den Erhalt des Werkes Ahrweiler bzw. eine faire Ausgestaltung des geplanten Umzugs in das neue Werk nach Niederzissen – und damit für rund 200 Arbeitsplätze am Standort. Im Dezember hatte ZF mitgeteilt, dass vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation das geplante Werk in Niederzissen neu bewertet werden müsse und auf der Kippe steht. Zwar könnte vermutliche der Umzug nach Niederzissen kommen, jedoch mit deutlich weniger Arbeitsplätzen, was die Sorgen der Belegschaft nicht mindert.

Nach dem sehr erfolgreichen Autokorso in der vorletzten Woche von Ahrweiler bis Niederzissen mit über 100 teilnehmenden Fahrzeugen hat die IG Metall am Samstag, den 7. März, in Ahrweiler ein weiteres starkes Signal gesendet: Ein angemeldeter Demonstrationszug führte rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Streiklokal in der Max-Planck-Straße zum Marktplatz. Eingeladen waren die Beschäftigten von ZF Ahrweiler mit ihren Familien, Vertreterinnen und Vertreter der Politik, solidarische Bürgerinnen und Bürger sowie Schwestergewerkschaften aus dem DGB.

Um fünf vor zwölf setzte sich der Demozug bei strahlendem Wetter in Bewegung. Begleitet von Transparenten, Fahnen und vielen solidarischen Botschaften zog der Protestzug durch die Straßen von Ahrweiler. Die IG Metall dankt ausdrücklich dem Ordnungsamt und den eingesetzten Polizeikräften für die verlässliche und umsichtige Begleitung der Versammlung.

Nach einem rund halbstündigen Fußmarsch erreichte der Demonstrationszug den Marktplatz. Dort begrüßte Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied, die zahlreichen Gäste und dankte ihnen für ihr klares Zeichen der Solidarität. Im Anschluss bewertete Michael Quirmbach, Betriebsratsvorsitzender von ZF Ahrweiler, den aktuellen Stand des geplanten Umzugs ins neue Werk nach Niederzissen und machte die Erwartungen der Belegschaft an einen fair gestalteten Prozess deutlich.

Besonders ermutigend war die breite Unterstützung aus anderen ZF-Standorten: Kolleginnen und Kollegen aus Neuwied, Koblenz, Kreuztal, Dillingen, Wagenfeld, Gelsenkirchen und Schweinfurt nahmen teil oder übersandten Solidaritätsbotschaften. Auch zahlreiche Landtagskandidatinnen und -kandidaten verschiedener Parteien stellten sich an die Seite der Beschäftigten – teils mit Redebeiträgen vor Ort, teils mit Grußworten. Ein besonderes Signal setzte der Besuch von Landrätin Cornelia Weigand, die in ihrer Rede eindringlich an die Verantwortung des Managements appellierte.

Kritische Worte zu Managemententscheidungen kamen auch von Oliver Moll, Betriebsratsvorsitzender ZF Schweinfurt, Mitglied des Präsidiums des Gesamtbetriebsrats, Aufsichtsratsmitglied und Europäischer Betriebsratsvorsitzender, sowie von Erdal Tahta, Betriebsratsvorsitzender ZF Koblenz, Präsidiumsmitglied des Gesamtbetriebsrats und Aufsichtsratsmitglied der ZF Friedrichshafen AG. Beide unterstrichen, dass die Interessen der Beschäftigten im Mittelpunkt stehen müssen.

In den kommenden Tagen wollen Betriebsrat, IG Metall und Arbeitgeber den am Freitag, 6. März eingeschlagenen Weg konkretisieren. Ziel ist ein Eckpunktepapier zum Umzug nach Niederzissen, das die Zukunft der Beschäftigten am Standort Ahrweiler positiv gestaltet. Daran anschließend sollen ein Sozialplan, ein Interessenausgleich sowie ein Zukunftstarifvertrag verhandelt werden.

Die IG Metall setzt dabei auf konstruktive Lösungen – ist aber zugleich auf weitere Auseinandersetzungen vorbereitet, falls dies notwendig werden sollte. Die Botschaft des Aktionstages ist klar: Die Belegschaft von ZF Ahrweiler steht zusammen und kämpft für sichere und gute Arbeitsbedingungen – am heutigen und am künftigen Standort.

Fotos: Anna Feuerpeil

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