Lesung und Ausstellung in der Synagoge Niederzissen zum Holocaustgedenktag 2026

Niederzissen. Auch in diesem Jahr findet in der ehem. Synagoge Niederzissen eine Veranstaltung zum Holocaustgedenktag, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren, statt. Erneut als Kooperationspartner des Landtages Rheinland-Pfalz und unterstützt durch den Verein „Erinnern und Gedenken in Rheinland-Pfalz“ lädt der Kultur- und Heimatverein Niederzissen am Sonntag, 25. Januar 2026, 15:00 Uhr zu einer öffentlichen Lesung und Ausstellung mit dem Thema „Rettung durch den Golem?“ mit der Kölner Schauspielerin Hildegard Meier und dem Andernacher Künstler Paul Petzel ein.

Nach jüdischer Legende ist der Golem eine künstliche, menschenähnliche Gestalt, die aus den Buchstaben der geheimen Gottesnamen gebildet werden kann: naiv wie ein Kind, ohne wirklichen Verstand, aber „bärenstark“. Die Versuche, sich eine solche Figur zu bilden, stehen unter dem Verdacht, eine Grenze zu übertreten und Magie auszuüben … Darf der berühmte Prager Rabbi dennoch einen Golem schaffen, als die Not im Ghetto übergroß wurde und die Hilfe Gottes ausblieb?

Hildegrad Meier wird aus der Geschichte lesen, die Elie Wiesel, der als ganz junger Mann Auschwitz überlebt hat, neu nacherzählt hat. Paul Petzel wird dazu die Golemdarstellung auf seinen ausgestellten Gemälden erläutern. Nach der Lesung lädt der Kultur- und Heimatverein zum Verweilen bei Gesprächen und Umtrunk ein. Informationen und erforderliche Anmeldung: info@khv-niederzissen.de, Tel. 02636-6482, www.ehem-synagoge-niederzissen.de

Foto: Paul Petzel

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