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DRK Niederzissen führte Mitgliederversammlung durch

Mai 18, 2023 | Blaulicht, Niederzissen Aktuell, Vereinsleben

Das Foto zeigt Ehrende und Geehrte des DRK-Ortsvereins Niederzisen (von links) Mike Robe, Erich Keiper, Marvin Engel, Klaus Schneider, Sandra Raabe-Robe, Elfriede Keiper, Alfred Meid, Magdalene und Willi Fuhrmann sowie die Bereitschaftleitung mit Nicole Friedsam, Christiane Roßmeier und Markus Nerger

NIEDERZISSEN. Im gut besetzten Rot-Kreuz-Heim konnte der Vorsitzende Klaus Schneider des DRK-Ortsvereins Niederzissen die Teilnehmer an der diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßen, besonders den Ehrenvorsitzenden Willi Fuhrmann und Ortsbürgermeister Rolf Hans. Vom DRK-Kreisverband konnte leider kein Niemand aus terminlichen Gründen und wegen Krankheit teilnehmen.

Beim Totengedenken wurden vom Vorsitzenden die großartigen Leistungen des kürzlich verstorbenen Heinz „Manes“ Schröder in fast 60 aktiven Jahren in Erinnerung gerufen. In den letzten Monaten verstarben aber auch zwei Feuerwehrkameraden, Björn Pfeiff und Hans-Jörg Degen, die mit dem DRK-OV verbunden waren.

In seinem Jahresrückblick erwähnte Klaus Schneider die jetzt abgeschlossene gründliche Renovierung des Lehrsaales, in dem diese Versammlung stattfand. Vier Blutspendetermine wurden durchgeführt, mit insgesamt 639 Blutspenderinnen und Blutspendern. Da alle Termine noch unter Coronabedingungen durchgeführt werden mussten, wurde mit einem Schnitt von 160 Personen pro Termin ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt.

Corona war auch in 2022 ein vorherrschendes Thema. Im „Testzentrum“ der Turnhalle wurden bis Mitte Mai an zwei Tagen wöchentlich zwei Testtermine angeboten, die auch gut genutzt wurden. Es fanden dort auch drei Impftermine des OV statt. Weitere anlassbezogene Termine sind noch bis in dieses Jahr gelaufen. Sein besonderer Dank sprach der Vorsitzende den Helfern Mike Robe und Mike Kairies aus, die es immer wieder schafften das notwendige Personal aus dem Kreis der Aktiven für diese Sondertermine zu organisieren. Bei der Bevölkerung ist die Arbeit des DRK sehr gut angekommen, man war einfach froh, dass in dieser ungewöhnlichen Zeit der Ortsverein für sie da war.

Die eigentliche Arbeit als Sanitätsgruppe kam im letzten Jahr auch nicht zu kurz, denn es fanden wieder die großen Veranstaltungen auf dem Nürburgring statt, das 24-Stunden-Rennen und „Rock am Ring“, die in den Jahren zuvor ausfallen mussten. Die monatlichen Bereitschaftsabende waren auch wieder gut besucht und allesamt sehr lehrreich.

Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt allen Aktiven, die im vergangenen Jahr eine Aus- und Weiterbildung absolvierten, aber auch den vereinseigenen Ausbildern Beate Lindener, Alfred Meid, Mike Kairies und Mike Robe.

Bei der letzten Kreisversammlung wurden den Helferinnen und Helfern des Ortsvereins bei der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Ahrtal die Fluthelfermedaille un die Auszeichnungsspange des Landesverbandes verliehen. An der Feierstunde des Bundesverbandes mit der DRK-Präsidentin Frau Hasselfeldt nahmen die stellv. Bereitschaftsleiterin Nicole Friedsam und der Vorsitzende teil.
Nach langer Pause kam auch die Kameradschaft und das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Es gab einen gemütlichen Wiedersehnsabend im März, ein Dankeschönabend für alle Jubilare im Mai und im September konnte auch wieder der traditionelle Jahresausflug stattfinden. Mit dem Vulkanexpress gings nach Engeln und dann nach einer Kaffeepause in Brenk zu Fuß nach Niederzissen ins DRK-Heim. Auch das „Döppekooch-Essen“ nach dem Martinszug und die Weihnachtsfeier konnten endlich wieder durchgeführt werden.

Klaus Schneider dankte allen Bereitschaftsmitgliedern, die im ersten Jahr nach Corona wieder sehr aktiv waren und neben den eigentlichen Terminen auch noch sehr viel Zeit in die Renovierung des DRK-Heims und den Wartungen und Verbesserung des Fahrzeugbestandes investiert haben.

Der stellvertretende Bezirksbereitschaftsleiter Mike Robe nahm die Aufnahme von Anwärtern aus den beiden letzten Jahren vor. Somit sind jetzt neu in der Bereitschaft Ann-Kathrin Wittke, Laura Dedenbach, Susanne Kairies, Jessica Kairies, Sabine Maur-Helmes, Daniela Langwald und Niclas Zillgen.

Einen breiten Raum nahm die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder durch Mike Robe ein.

5 Jahre ist Marvin Engel dabei, der aus dem Jugendrotkreuz gekommen ist und mittlerweile die JRK-Leitung übernommen hat. Nach seiner Ausbildung zur Realistischen Unfalldarstellung ist er inzwischen kreisweit aktiv.

5 Jahre im Ortsverein ist auch Florian Weidenbach aktiv. Er ist hauptamtlicher Mitarbeiter im Rettungsdienst und inzwischen Leider der Rettungswache des DRK in Niederzissen.
Bereits 30 Jahre ist Sandra Raabe-Robe im DRK aktiv. Ursprünglich in Sinzig, es gab Kontakte durch das JRK und auch persönliche, sodass sie als Ehefrau von Mike Robe inzwischen in Niederzissen mit den gemeinsamen Kindern Hannah und Julian fest verwurzelt ist. Im DRK erlebte sie eine steile „Karriere“. Gruppenleiterin beim JRK, 4 Jahre Kreisbereitschaftsleiterin, 12 Jahre Landesbereitschaftsleiterin. Ihr jahrzehntelanges überörtliches Engagement hat sie nicht daran gehindert „normale“ Dienste im OV zu übernehmen, heute ist sie für die Dienstbekleidung zuständig und seit 2015 organisiert sie gemeinsam mit ihrem Mann die Ferienfreizeiten und ist dort „Küchenchefin“. „Wir sind stolz, Dich in der Bereitschaft zu haben“, so der Vorsitzende.
40 Jahre ist Manfred Bell aktiv im Ortsverein, er hat sich in den letzten Jahren besonders als Mitglied des Auslandshilfeteams des Kreisverbandes verdient gemacht. Besonders als ausgebildeter Berufskraftfahrer bei unzähligen Fahrten in die Ukraine und nach Bosnien. Jahrelang hat er seiner Frau Christel bei der Organisation der Blutspendetermine geholfen. Neben der Goldene Ehrennadel erhielt er die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes.

Geehrt wurden Elfriede und Erich Keiper ebenfalls auch für 40 Jahre aktive Mitarbeit in der Bereitschaft. Beide sind zurzeit in leitender Funktion der Sozialarbeit im Ortsverein, wo sie sich u.A. immer um die Verpflegung bei den Veranstaltungen kümmern, und somit auch im Vorstand. Elfriede erhielt hierfür auch die Goldene Ehrennadel und die Verdienstmedaille des Landesverbandes, die Erich schon 2017 erhalten hat.

Ein halbes Jahrhundert bereits ist Alfred Meid überaus aktiv im Ortsverein. Jahrzehntelang als Bereitschaftsleiter führte er die Aktiven an und war für die Organisation und Durchführung aller Sanitätsdienste verantwortlich. Heute noch ist er als Beisitzer im Vorstand und kümmert sich verantwortlich um den inzwischen recht umfangreichen Fahrzeugbestand. Er hält nach wie vor viele Erste-Hilfe-Lehrgänge ab und ist bei allen größeren Einsätzen nervenstark und routiniert dabei. Seit Beginn der Ferienfreizeiten ist er mit seiner Frau Resi im Küchenteam und sehr beliebt bei Jung und Alt.

Für 50 Jahre erhielt er jetzt die Goldene Ehrennadel, für seine herausragenden Leistungen wurde ihm vor Jahren schon die Verdienstmedaille verliehen.
Bereits 60 Jahre sind die Geschwister Magdalene und Willi Fuhrmann im DRK-Ortsverein und somit die einzigen noch aktiven Gründungsmitglieder. Magdalene übernahm ein Jahr nach der Gründung die Bereitschaftsleitung, eine verantwortliche Tätigkeit, die sie erst nach 32 Jahren abgab. Von 1972 bis 1991 oblag ihr auch die Führung der Kreisbereitschaft. Wegen der vielen Erste-Hilfe-Kurse, die sie im ganzen Kreisgebiet abhielt, war sie über das Brohltal hinaus geschätzt und beliebt. Bis vor Corona war sie immer noch bei Blutspendeterminen aktiv und nimmt jetzt noch regen Anteil am Geschehen des Ortsvereins.

Willi Fuhrmann wurde 1978 zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt, nachdem er 8 Jahre lang zuvor als Stellvertreter dem damaligen Vorsitzenden Paul Lindener zur Seite gestanden hatte. Er übte dieses Amt 26 Jahre lang aus, leitete noch die Festlichkeiten zum 50jährigen Bestehen und gab sein Amt 2013 in die Hände des jetzigen Vorsitzenden Klaus Schneider, der ihn dann zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Heute noch steht er dem Verein als Pressewart zur Verfügung und steht bei Vorstandssitzungen für Fragen aller Art zur Verfügung. Zum geplanten „Dankeschönabend“ wurde auch seine aktive Frau Edith eingeladen, die lt. Klaus Schneider „im jahrzehntelang den Rücken freigehalten hat“.

Magdalene und Willi Fuhrmann erhielten schon vor Jahren die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes und jetzt die Goldene Ehrennadel für 60 Jahre DRK-Zugehörigkeit.
Den Jahresbericht der Bereitschaftsleitung trug Christiane Roßmeier vor, nachdem Markus Nerger einleitende Worte des Dankes gesprochen hatte. Die meisten Arbeitsstunden wurden, wie nicht anders zu erwarten, auch im vergangenen Jahr für Testungen und Impfungen im Bereich Covid-19 mit 1.745 Stunden aufgebracht. Dann aber kamen schon die 1.698 Stunden Sanitätsdienste, denn in 2022 gab es wieder Großeinsätze beim 24-Stunden-Rennen, bei Rock am Ring und beim Fisherman’s Strongman-Lauf auf dem Nürburgring. Insgesamt gab es wieder 13 Sanitätseinsätze u.A. bei der St.-Jost-Wallfahrt und beim Martinszug. Beachtlich auch die 873 Stunden, die für Aus- und Fortbildung sowie für Ausbildertätigkeiten aufgewendet wurden. Mit den 862 Stunden der Ferienfreizeit und den 415 Stunden des Jugendrotkreuzes kamen im letzten Jahr wieder 9.061 Stunden im Ortsverein Niederzissen zusammen, die allesamt ehrenamtlich geleistet wurden. Diese eindrucksvolle Zahl veranlassten den Vorsitzenden wieder zu einer plastischen Darstellung und der Feststellung, dass jede Helferin und Helfer ca 10,6 Arbeitstage aufgebracht und so bei einem Mindestlohn von 12, € der Allgemeinheit 108.732 € erspart haben. Für diese Leistung bedankte sich Klaus Schneider bei Allen, die hierzu beigetragen haben, besonders aber bei der Bereitschaftsleitung Markus Nerger, Sascha Zimmer, Christiane Roßmeier und Nicole Friedsam, die viel Zeit, Nerven und Energie für die gemeinsame Sache aufbringen.

Den aktiven Dienst im Ortsverein leisten fünf Ärztinnen und Ärzte, 44 Helferinnen und 33 Helfer sowie 25 Jugendrotkreuzler.
Die trugen dann auch ihren Jahresbericht durch den neuen Leiter Marvin Engel vor. Ihm war zu entnehmen, dass im Jahr 2022 ganz normal die wöchentlichen Gruppenstunden stattfinden konnten. Trotz der immer noch herrschenden Pandemie wuchs das JRK in den Stufen I und II und neue Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter konnten gewonnen werden. Nach einer Lockdownpause von Ende Juli bis Anfang Okt. Wurde mit voller Energie wieder durchgestartet und neben den Gruppenstunden wurde die Bereitschaft beim Martinszug und beim Nikolausmarkt unterstützt, was Allen viel Freude bereitete. Ende des Jahres gab es dann eine große Veränderung, da Nicola Gilles und Sophie Simon aus persönlichen Gründen ihre Leitungstätigkeit aufgeben mussten. Marvin Engel nahm die Herausforderung der Jugendleitung an und konnte dank der guten Unterstützung der Bereitschaft in seinem neuen Amt sehr schnell Fuß fassen. Das alte Jahr wurde mit vielen neuen Gesichtern beendet und das Jahr 2023 mit vollem Elan angegangen.

Der Vorsitzende bedanke sich ganz herzlich bei den ausgeschiedenen JRK-Leiterinnen, die dieses nicht leichte Amt einige Jahre erfolgreich innehatten und auch bei Marvin Engel, dem er alle Gute und eine glückliche Hand bei der Leitung des Rotkreuz-Nachwuchses mit seinem Team wünschte.

Über den Verlauf der Ferienfreizeit im holländischen Elemeet berichtete anschließend Mike Robe. Nach zweijähriger Pause konnte wieder mit einem erfahrenen Betreuerteam von 16 Personen mit insgesamt 45 Kinder das gastlich Haus „Boterbloem“ für eine Woche in Beschlag nehmen. Bei traumhaft schönem Wetter verbrachten die Kinder ihre Ferien am Strand, auf dem Spiel- und Sportplatz, bei vielen Spielen und sportlichen Aktionen. Auch ein Besuch der nahegelegenen Stadt Renesse brachte weitere Abwechslung. Für dieses Jahr ist wieder eine Ferienfreizeit geplant. Nähere Einzelheiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Besondere Interesse findet immer der Bericht des Schatzmeisters, den der langjährige Kassierer Herbert Reuter vortrug. Es war wie immer nicht nur eine Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben, sondern es wurde gleichzeitig auch der Haushaltsplan für 2023 vorgelegt. Ungewöhnlich hoch und wohl auch einmalig, waren dieses Mal die Einnahmen. Sie resultieren hauptsächlich aus den Gebühren für die unzähligen Corona-Testungen und –Impfungen und kommen gerade jetzt dem Ortsverein sehr zu Gute. Es wurde ein gebrauchter KTW angeschafft, dessen Kosten mit 50.000 € zu Buche schlugen. Den größten Posten macht aber der dringend notwendige und bereits begonnene Neubau der Garagen und die Erneuerung der Einfahrt aus. Hierfür sind 200.000 € angesetzt. Für die Unterstellung des Gerätewagen San, diverser Materialien und Anhänger wird noch eine geeignete Halle gesucht, auch hierfür gibt es jetzt einen guten Grundstock.

Der Vorsitzende dankte Herbert Reuter für seine umfangreiche Kassenführung, denn der Aufwand hierfür wird jährlich mehr. Die Kasse wurde durch Beate Lindener und Michael Friedsam geprüft. Dieser bestätigte dem Schatzmeister eine vorbildliche Führung aller Belege und übersichtliche Darstellung. Auf seinen Vorschlag hin wurde dem Kassierer und dem gesamten Vorstand für das abgelaufene Jahr einstimmig Entlastung erteilt.

Unter Punkt „Verschiedenes“ gab der Vorsitzende die in diesem Jahr noch anstehenden Termine bekannt und informierte über den Stand des Neubaus der Garagen, die bisherigen wurden bereits abgerissen und der Auftrag für den Rohbau ist bereits vergeben aber leider fehlt die Baugenehmigung noch.

Der stellv. Bezirksbereitschaftsleiter Mike Robe überbrachte ein Grußwort des DRK-Bezirksverbandes und bedankte sich, auch in seinem Namen als stellv. Vorsitzender, für die geleistete Arbeit aller Aktiven im vergangenen Jahr. Er bat darum weiter für den Ortsverein aktiv zu sein und besonders die Leitungs-und Führungspositionen weiter zu besetzen.

In seinem Grußwort bezeichnete Ortsbürgermeister Rolf Haus den DRK-OV als einen gut funktionierenden Verein mit einer gesunden Mischung aus Alt und Jung. Er habe selten erlebt, dass ein Verein seine aktiven Mitglieder derart „ehrlich“ und „aufrichtig“ ehrt und dankte für die großen Leistungen im vergangenen Jahr.

Das abschließende Grußwort ist immer Ehrenvorsitzenden Willi Fuhrmann vorbehalten. Auch er sprach seinen Dank für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben im letzten Jahr aus, was nur möglich war, wenn sich die gesamte Bereitschaft als „Rotkreuzfamilie“ präsentiert, Eine Bezeichnung, die sein Vorgänger geprägt hat. Er ist froh, dass er seinen Anteil an dem Gelingen der 60 Jahre des Ortsvereins beitragen konnte, aber auch, dass er in dieser Zeit nicht mehr die Verantwortung tragen muss und wünschte dem Vorstand stets eine glückliche Hand für die Zukunft zum Wohle des Vereins.
In seinem Schlusswort dankte Vorsitzender Klaus Schneider für die gute Beteiligung an der Jahresversammlung, für die Mitarbeit und das große Engagement aller Mitglieder. Seinem Vorstand , besonders der Bereitschaftsleitung sprach er ein hohes Lob aus. „Das Rote Kreuz ist nicht nur ein großartiges Hobby, es ist eine erfüllende Aufgabe in der weltweit größten humanitären Organisation“ so Schneider zum Schluss der Versammlung.

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