Kempenich. Um die Zukunft des Motorsportclubs Kempenich muss man sich keinerlei Sorgen machen. Wie sich bei der jüngsten Mitgliederversammlung herausstellte, ist der Verein weiterhin optimal aufgestellt. Dies gilt in finanzieller Hinsicht ebenso wie auf personeller Seite. Das Renommee ist noch gewachsen, man spielt in puncto Veranstaltung in einer ranghohen Liga. Das ist bei der Rallye und auch bei der traditionellen Mittelrheinischen Motorradgeländefahrt der Fall. Diese beiden Großereignisse verlangen Jahr um Jahr den Einsatz vieler Helfer, die Unterstützung von Sponsoren und das Wohlwollen von Feuerwehr, Rotem Kreuz und etlicher Ortsgemeinden. Hierfür bedankte sich Vorsitzender Wolfgang Müller zu Beginn des mit 30 Mitgliedern gut besuchten Treffens. „Bei der Rallye, die inzwischen Teil des Deutschen Rallye-Cups (DCR) ist und zu einer der besten in Deutschland gehört, waren es 2025 rund 300 Menschen, die sich um einen reibungslosen Ablauf gekümmert haben, sei es im Rallyezentrum oder draußen an den Wertungsprüfungen, um die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer zu gewährleisten“, verriet Müller.
Inzwischen engagiert sich ein Organisationsteam um dieses Großevent. Nach fast 35 Jahren gab Berthold Hantel das Heft aus der Hand. Mit seiner Leidenschaft für den Rallyesport und seiner akribischen Arbeit hat er dafür gesorgt, dass die Veranstaltung ihren Platz in der zweiten Liga des Rallye-Sports gefunden hat. Ab sofort hat Jessica Nett die Leitung eines neunköpfigen Komitees übernommen. In diesem Jahr wird die Rallye Kempenich am 8. März stattfinden und damit die Auftaktveranstaltung des DRCs sein. Die Wertungsprüfungen werden durch die Ortschaften Weibern, Hausten, Bell, Kempenich, Engeln, Hannebach, Wollscheid und Heulingshof führen.
Die „Mittelrheinische“ besitzt die längste Tradition und geht auf die 75. Realisierung zu. Im vergangenen Jahr war das Spektakel noch um einiges größer. „Denn man ist in die erste Liga aufgestiegen und durfte einen Lauf zum Deutschen Enduro-Cup austragen“, so der zuständige Fahrtleiter Ralf Caspers. Sehr aktiv sei inzwischen die Kart-Gruppe, wie der MSC-Chef lobend herausstellte. Das intensive Training habe sich gelohnt, wie die Ergebnisse beim Heim-Jugend-Kart-Slalom eindrucksvoll beweisen. Die sieben Jugendlichen des MSC verzeichneten jeweils drei Siege und drei zweite Plätze sowie einen sechsten Rang. Durch ihre Erfolge in der Wertung des ADAC Mittelrhein konnten sich das gesamte Team für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifizieren. Tim Molitor aus Bell, mit seinen erst neun Jahren der Jüngste im Team, nahm sogar an einem Lauf zur Deutschen Kart-Meisterschaft teil. So erfolgreich war der Nachwuchs bislang noch nie!
Verbessert hat man sich in der Clubwertung des ADAC Mittelrhein. Nach Platz 18 im Jahr 2023 und Rang 9 in 2024 wurde man im vergangenen Jahr immerhin Siebter. Neben so viel Positivem gab es auch einen Wermutstropfen. „Leider ist es uns immer noch nicht gelungen, das früher so beliebte Oldtimer-Treffen neu zu beleben, nachdem Reinhard Grones nicht mehr organisatorisch aktiv ist.“

Dem Vorstand gehören an (hinten von links): Thomas Molitor, Sven Ellingen, Ralf Caspers und Wolfgang Müller sowie (vorne von links) Tanja Weber-Dippold, Birgit und Jessica Nett, Marita Pütz. Es fehlt Michael Nett Foto: Hans-Josef Schneider
Bei der Rechnungsprüfung gab es keine Beanstandungen, sodass der Vorstand einstimmige Entlastung erfuhr. Wahlleiter Johannes Schäfer hatte wenig Mühe, die anstehenden Neuwahlen zügig durchzuführen. Keine Veränderungen gab es beim stellvertretenden Vorsitzenden (Ralf Caspers), dem Sportleiter (Michael Nett) und dem Verkehrsleiter (Sven Ellingen). Neu sind mit Thomas Molitor der zweite und mit Jessica Nett der dritte Beisitzer. Als Rechnungsprüfer werden weiterhin Nina Friedsam und Jeanette Kutscher tätig sein. Bei der Mitgliederversammlung vom ADAC-Gau Mittelrhein am 21. März in Bad Neuenahr wird der Club vertreten durch (Ersatzdelegierte in Klammern) Jessica Nett (Michael Nett), Wolfgang Müller (Rainer Krupp)), Jeanette Kutscher (Tanja Weber-Dippold).
Hans-Josef Schneider





